Instrumentenfragment im Wurzelkanal

Instrumentenfragment im Wurzelkanal

Endodontie

Wenn eine herkömmliche Wurzelkanalbehandlung nicht mehr genügt.

Jeder Zahnarzt ist in der Lage, Wurzelkanalbehandlungen durchzuführen. Viele erkrankte Zähne werden in der Praxis erfolgreich endodontisch behandelt und bleiben dadurch dem Patienten erhalten.

Aber immer wieder wird der Zahnarzt mit Fällen konfrontiert, die unter den üblichen Praxisbedingungen kaum therapierbar sind.

Neben der Behandlung schwer zugänglicher Molaren sind dies vor allem Revisionen, das Verschließen iatrogener Perforationen oder die Entfernung abgebrochener Wurzelkanalinstrumente.

In diesen Fällen ist die Grenze für eine Erfolg versprechende Wurzelkanalbehandlung unter herkömmlichen Bedingungen erreicht. Für einen nachhaltigen Therapieerfolg bei komplizierten endodontischen Fällen fehlen dem niedergelassenen Zahnarzt oft die speziellen technischen Hilfsmittel und vor allem die Zeit.

Als Spezialist für Wurzelkanalbehandlungen möchte ich Sie mit meinem fundierten Fachwissen und meiner langjährigen klinischen Erfahrung bei der konservierenden Behandlung komplexer endodontischer Fälle unterstützen.

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Bild 01: Gewebereste auf Wurzelkanalwand - Bild 02: Wichgewebe in ausgedehntem Spaltraum zwischen zwei Wurzelkanälen - Bild 03: Apikale Forumina an einer Wurzelspitze

Bild 01: Gewebereste auf Wurzelkanalwand - Bild 02: Wichgewebe in ausgedehntem Spaltraum zwischen zwei Wurzelkanälen - Bild 03: Apikale Forumina an einer Wurzelspitze

Warum können Wurzelkanalbehandlungen so schwierig sein?

Wurzelkanalsysteme sind überaus komplexe Strukturen. Mit ihren feinen Verästelungen, Seitenkanälchen und ihren Hunderttausenden von Dentintubuli sind sie im Falle einer bakteriellen Infektion mit Wurzelkanalinstrumenten alleine nicht zu reinigen. Im infizierten Kanalsystem organisieren sich Bakterien zu einem schwer entfernbaren Biofilm. Verbleiben Reste dieses pathogenen Biofilms im Kanal und breitet sich die Infektion aus, ist der Misserfolg vorprogrammiert.

Durch eine konsequent aseptische Arbeitsweise können auch infizierte Wurzelkanäle mit guter Erfolgsaussicht therapiert werden. Dazu ist es notwendig, alle vorhandenen Kanäle darzustellen, mechanisch aufzubereiten und chemisch zu desinfizieren.

Durch die Verwendung des OP-Mikroskops bei jeder Wurzelkanalbehandlung, die Präparation des Kanalsystems mit rotierenden NiTi-Instrumenten sowie intensive, ultraschallunterstützte Spülungen ist es dem Spezialisten für Endodontie möglich, das Kanalsystem zu reinigen und zu desinfizieren. Dadurch kann eine Ausbreitung der Infektion verhindert werden, bzw. es werden günstige Voraussetzungen zum Ausheilen einer apikalen Läsion geschaffen.

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Eine dreidimensional dichte Wurzelkanalfüllung sichert den Langzeiterfolg.

Eine Wurzelkanalbehandlung besteht aus einer Kette von Einzelschritten und kann nur so gut sein wie deren schwächstes Glied. Oft ist das die Wurzelkanalfüllung. Die Aufgabe einer Wurzelkanalfüllung ist es, das gereinigte und desinfizierte Kanalsystem dauerhaft hermetisch zu versiegeln um eine Reinfektion zu verhindern. Dabei kommt es darauf an, nicht nur die Hauptkanäle, sondern möglichst alle Spalträume innerhalb des Kanalsystems dicht zu füllen und das erfordert ein dreidimensionales Vorgehen.

Am besten eignen sich thermoplastische Verfahren zur dreidimensionalen Obturation des Kanalsystems. Dabei wird Guttapercha portionsweise in den Kanal eingebracht, erwärmt und die plastische Masse vertikal kondensiert. In Verbindung mit einem biokompatiblen Sealer können so auch feine Spalträume und Seitenkanäle dicht abgefüllt werden.

Da eine potentielle Reinfektion des Kanals durch undichte Füllungen oder Kronenränder nicht immer ausgeschlossen werden kann, ist es notwendig, nicht nur die Kanäle zu füllen, sondern auch den Boden der Pulpakammer zu versiegeln. Dazu wird die gesamte Zugangskavität konditioniert und mit einer dentinadhäsiven Mehrschicht-Kompositfüllung abgedichtet.

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Bild: Oberfläche eines Glasfaserstiftes

Oberfläche eines Glasfaserstiftes

Der Aufbau endodontisch behandelter Zähne als Basis für eine erfolgreiche Überkronung

Ob ein endodontisch erkrankter Zahn erhalten werden kann hängt ganz entscheidend von der Menge der verbliebenen Zahnhartsubstanz ab. Liegt ein starker Substanzverlust der klinischen Krone vor, sollte für eine zuverlässige Retention des Aufbaus eine Verankerung über einen Stiftaufbau erfolgen.

Metallische Stiftaufbauten besitzen einen wesentlich höheren Elastizitätsmodul als das Wurzeldentin und können im klinischen Gebrauch Wurzelfrakturen provozieren. Darüber hinaus kommt es bei der Präparation nicht selten zu einer Perforation der Wurzel.

Nach dem derzeitigen Stand der Forschung sind glasfaserverstärkte Kompositstifte am besten geeignet, Aufbauten im Kanal zu verankern. Adhäsiv befestigte Glasfaserstift- Kompositaufbauten ähneln hinsichtlich ihrer physikalischen Eigenschaften dem natürlichen Zahn und bilden mit dem Wurzeldentin eine Einheit. Unter weitgehender Schonung der vorhandenen Zahnhartsubstanz ist es so möglich, auch tief zerstörte Zähne dauerhaft zu restaurieren.

Wenn Sie es wünschen, können endodontisch behandelte Zähne mit Glasfaserstiften und Kompositaufbauten für die nachfolgende Überkronung optimal vorbereitet werden.

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Möglichkeiten der Zahnerhaltung durch innovative Endodontie

Molarenendodontie

  • Darstellung aller Kanäle unter dem OP-Mikroskop.
  • Kanalpräparation mit Nickel-Titan-Instrumenten.
  • Ultraschallgestützte Desinfektion.
  • Dreidimensionale thermoplastische Wurzelkanalfüllung.

Revisionsbehandlung

  • Entfernung und Erneuerung unzureichender Wurzelkanalfüllungen.
  • Entfernung konfektionierter und gegossener Stiftaufbauten.
  • Entfernung abgebrochener Wurzelkanalinstrumente.

Wurzelreparatur

  • Perforationsdeckungen mit MTA.
  • Apexifikationsbehandlungen.

Aufbauten

  • Adhäsive Stumpfaufbauten aus Komposit.
  • Glasfaser-Komposit Stiftaufbauten.

Chirurgische Endodontie

  • Wurzelspitzenresektionen
  • Wurzelamputationen
  • Hemisektionen

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Priv. Doz. Dr. Thomas Schwarze | Eckermannstr. 9 | 30625 Hannover
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